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Frühlingsrolle
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BeitragVerfasst: Sa 22.07.17 19:20 
Guten Abend,

ein Schriftstück (DIN-A5: 244 Seiten) soll ausgedruckt und für eine sehr lange Zeit (einige Jhd.) unbeschadet erhalten bleiben. Laminieren war mein erster Gedanke dazu, da Plastik doch recht widerstandsfähig ist. Hat aber den Nachteil, dass das Buch dadurch wesentlich dicker und schwerer werden würde, vermute ich mal. Nun ja, vielleicht kennt jemand eine andere Art der "Lamination" bzw. eine Alternative, die ähnlich gute Erfolge mit sich bringen würde? Das wäre toll!

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„Wo andere blind der Wahrheit folgen, denk daran ... Nichts ist wahr!" (Assassin's Creed I-II)
mandras
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BeitragVerfasst: Sa 22.07.17 20:46 
Frag zum Einstand einmal bei einer Bibliothek nach, evtl. Landesarchiv.
Da ist nämlich sehr viel zu beachten.
ZB können gerade Ausdünstungen aus den Kunststoffolien das Papier zerstören, manche Papiersorten zersetzesn sich evtl. von selbst
usw. - da können Dir Fachleute schnell sagen worauf es ankommt. Meist sind die sehr froh ihr spezielles Gebiet zu erklären.

Schutz auch vor Insekten wird wichtig sein - die Stein /h/h/h/h/h Bücherlaus ist da so ein Feinschmecker...

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Delphi-Laie
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Delphi 2 - RAD-Studio 10.1 Berlin
BeitragVerfasst: Sa 22.07.17 21:55 
user profile iconmandras hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
manche Papiersorten zersetzesn sich evtl. von selbst


Säurefreies Papier soll haltbarer als säurehaltiges sein.

Gebrannte Tontafeln oder gar Einritzungen in Felsen - also die Steinzeiterfindung - sind jedoch noch weit überlegen! ;-)
mandras
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C64, Win.3.1
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BeitragVerfasst: Sa 22.07.17 23:33 
Tontafeln sind recht weich.
Bei Asterix wurde daher der Katalog der "Wagen- und Waffenmanufaktur" jährlich auf Steintafeln herausgegeben.
Christian S.
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BeitragVerfasst: So 23.07.17 00:21 
Welcher Aufwand ist denn bei der Lagerung möglich bzw. gewünscht? Viele Materialen werden ja erst dadurch haltbar, dass man sie unter optimalen Bedingungen lagert. So kann man es mit Mikrofilm z.B. auf 500 Jahre bringen: www.bbk.bund.de/Shar...blob=publicationFile aber halt mit hohem Aufwand.

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Zwei Worte werden Dir im Leben viele Türen öffnen - "ziehen" und "drücken".

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Frühlingsrolle Threadstarter
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BeitragVerfasst: So 23.07.17 05:13 
Danke für eure Hinweise. Das gibt mir doch etwas zu denken. Ich muss nicht nur einen Buchbinder aufsuchen, sondern ebenso einen Kunststofftechniker, sofern ich beim Laminieren bleiben sollte. Laut den Datenblättern eignen sich nur ganz wenige Kunststoffe für mein Anliegen. Die einen sind zu spröde, andere nehmen mit der Zeit etwas Wasser auf, und einige reagieren unter Umständen giftig (sauer). Das ist doch 'n Witz. :roll:
Zur Lagerung kann ich erst etwas sagen, wenn ich mehr über die Art der "Konservierung" bescheid weiss.

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Delphi-Laie
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Delphi 2 - RAD-Studio 10.1 Berlin
BeitragVerfasst: So 23.07.17 09:43 
Mindestens genauso problematisch wie die Informationsträger sind die Informationen selbst: Wird deren Codierung in einigen hundert Jahren noch decodierbar, werden die Informationen also noch lesbar bzw. verständlich sein? Nicht alles ist für eine halbe Ewigkeit wie die fernasiatischen Schriftzeichen, wie Piktogramme bestimmt. Unsere an die gesprochene Sprache angelehnte Schriftsprache ist dafür weniger geeignet, sie konserviert eher die Aussprache (was für Sprachhistoriker interessant ist) als die eigentliche Information.

Nicht zuletzt hast Du, Frühlingsrolle, vermutlich nicht nur mich neugierig gemacht: Welcherart Informationen werden - aus heutiger Sicht! - als so langfristig relevant, ja interessant eingestuft, daß man sie als mehrhundertjährig verfügbar wissen möchte?

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Sinspin
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BeitragVerfasst: So 23.07.17 10:20 
Jetzt fängt es doch sachte an mich zu interessieren was für ein Werk da erschaffen wurde dass es der Nachwelt unbedingt erhalten bleiben muss.
Die neue Biebel? Die dann den Menschen glauben geben soll wenn die Menschheit sich selber soweit ausgedünnt hat dass zwischen Dörfern wieder Tagesreisen liegen.

Einer der wirklich bedeutenden Bewohner meiner Stadt hätte sicher nie gedacht das es Heute, 250 Jahre später, noch ettliche handschriftliche Aufzeichnungen von ihm gibt.
In vielen Archiven schlummern ja unglaubliche Mengen an Handschriften und Bücher der vergangen Tage (bis zum nächsten Krieg oder Brand). Also dürfte es hilfreich sein zu fragen was die damals für Papier und Tinte verwendet haben.

Das einzige was aus meiner Sicht eine hohe Wahrscheinlichkeit des überstehens über eine lange Zeit relativ sicherstellt ist eine massive Verbreitung. Also massenhaft drucken und weltweit verteilen oder den Leuten als Kindermärchen erzählen.

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Solange keine Zeile Code geschrieben ist, läuft ein Programm immer fehlerfrei.
Dubai ist wie ein Kind. Sporadisch gesehen ist es freundlich und fröhlich. Hat man regelmäßig mit ihm zu tuen kann es einen in den Wahnsinn treiben.

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Frühlingsrolle Threadstarter
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BeitragVerfasst: So 23.07.17 13:36 
Die Informationen sind lesbar und keineswegs chiffriert oder piktographisch dargestellt. Der Inhalt wird für Gesprächsstoff sorgen, soll zum Umdenken anregen und jedem Leser klar machen, auch wenn er nur die Grundschule gemeistert hat, dass sich die Geschichte wiederholt, angeführt von den üblichen Verdächtigen, mit bestimmten "Verfahrensmustern". Man könnte es eine Endlosschleife nennen, die sich nach einer Abbruchbedingung sehnt. Und ich hoffe sie in der Zukunft zu finden. Daher ist mein Bestreben nach der langen Haltbarkeit und dem inhaltlichen Hinweis - man möge es bitte Vervielfältigen - äußerst wichtig. Ebenso die Verteilung über die ganze Welt0 - mehrsprachig mit parallel angeführten Originaltext, damit weniger Übersetzungsfehler als nötig mit der Zeit entstehen, da die Sprache im Wandel ist. So viel dazu.

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Delphi-Laie
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BeitragVerfasst: So 23.07.17 17:56 
Liest sich für mich ein bißchen wie der nächste Versuch einer Weltverbesserung.

So ehrenwert das Motiv, so schlecht die Chancen des Erfolges.

Schon die eigenen Zeitgenossen in nennenswerter Anzahl zu erreichen, ist ziemlich schwierig. In einer Fernsehsendung sagte mal jemand, daß wir Menschen kaum hundert Jahre irgendetwas durchalten. In der Tat weiß oft schon die übernächste Generation (fast) alles besser - oft nur im Sinne der Besserwisserei, leider. Insofern stehen die Chancen für die allermeisten kulturellen Errungenschaften, Meme, recht "gut", schon sehr bald in der Vergangenheit, ja Vergessenheit zu versinken. Trotzdem viel Erfolg! Vielleicht bekomme auch ich es ja mal zu lesen, und bin dann vielleicht auch begeistert.

Wo wollte man zudem ein solches Werk sicher geschützt und dennoch zugreifbar lagern? Das Hildebrandslied z. B. überdauerte als Unikat über tausend Jahre im Schutze der Mönche hinter den Mauern des Klosters Fulda. Oder ein Werk wird Allgemeingut und damit unvergeßlich, dann aber mit den üblichen vorsätzlichen, zwangsläufigen oder versehentlichen Informationsverlusten /-verfälschungen.
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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 08:32 
es gibt da so eine Technik, bei der die Information für menschliche Augen irgendwie lesbar (wie genau - ohne große Hilfsmittel das gehen soll, weiß ich nicht - vielleicht ne Lupe) gespeichert werden sollen - für überlebenswichtige Informationen:
Man brennt sie mit einem Laser in spezielles Glas, das fast Halbkugel-förmig ist. (an das Foto erinnere ich mich). Ich glaube, in die Unterseite.
Haltbarkeit war mit irgendwie 500.000 Jahren angegeben.

stand glaub ich mal in ner P.M. Magazin der 90er Jahre

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jasocul
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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 10:23 
In GB gibt es einen Spezialisten.

Muss denn jede Seite einzeln gesichert sein oder ginge z.B. auch eine gesicherte Box?
Das würde dann natürlich erfordern, dass die Seiten nur mit speziellen Handschuhen angefasst werden dürfen, aber die könnte man ja mit in die Box legen. Vielleicht sogar noch einen Mundschutz, da beim Reden noch Speichel-Spritzer die Seiten gefährden können.

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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 14:44 
Das wäre wohl zu viel des Guten. Ich möchte der Nachwelt keine Hieroglyphen hinterlassen, sondern ein Werk/Buch, welches sich nicht so schnell auflöst.

Keine Steine meißeln oder Gläser Lasern. Es bleibt beim Buch ;)

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jasocul
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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 15:10 
Habe mir das bei dem Spezialisten in GB mal genauer angesehen.
Die haben DIN A4 Formate mit 2 Fächern. Da passt dann 2 mal DIN A5 rein. Nach deren Preisliste bist du dann unter 100 GBP für dein gesamtes Buch.
Es werden auch eine Menge anderer Lösungen dort angeboten. Das musst du dann aber selbst mal genauer ansehen.
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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 18:22 
Was genau hast du dir da angesehen? Die Boxen aus der "Boxboard Storage Solution" sehen wie gewöhnliche Kartonagen aus. Nach wenigen Jahrzehnten wird die Luftfeuchtigkeit sie unbrauchbar machen.

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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 20:45 
kannst ja mal aufm polnischen Parkplatz-Flohmarkt gucken und ein wenig ultragünstiges Uran erwerben. :P
und fein schön mahlen und als Druckertinte verwenden..

läßt sich sicherlich noch in ein paar Tausend Jahren mit einem digitalen Geigerzähler-Scanner ablesen ...

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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 21:07 
Zu skurril und unrealistisch. Bleiben wir bitte bei den wahren Gegebenheiten!

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Ralf Jansen
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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 21:16 
Zitat:
Bleiben wir bitte bei den wahren Gegebenheiten!


Dann solltest du bei der wohl sinnvollsten Möglichkeit bleiben die du selbst genannt hast. Vervielfältigung. Und das am besten in möglichst unterschiedlichen Formaten.
Insbesondere wenn der Inhalt eine gute Idee darstellt wird sich das mit dem überdauern eh dann von alleine lösen ansonsten wird dann hoffentlich ein Format dabei sein das auch wirklich lange hält und nicht nur Haltbarkeit vermutet wird.

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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 22:47 
am realistischten wäre ... ehrlich? ----- GANZ EHRLICH?

wäre ein Plotter, der mit einem kleinen Bohrer 244 in der Halterung kleine Schieferplättchen (oder mach die Rückseite gleich mit - als erst nur die ungeraden Seiten, usw. ... spart nochmal die Hälfte = 122 "Seiten") bekratzt ...
(anschließend mit weißem Kalk ausputzen)

das sollte ewig halten, sofern kein Tuppes versucht, das mit Essig zu reinigen, falls mal Lehm/Dreck draufkommt.
Denke 3-5 mm je Seite sollten reichen.
(falls die nicht ein Tollpatsch hinfallen läßt ... aber von "unzerbrechlich" hat keiner was in den Bedingungen geschrieben.)

sag mal ...
was ist das denn eigentlich für ein ominöses Dokument?

- Anleitung, was man tut, wenn man nach Tihange "30 Tage" im Bunker verbracht hat
- wie "man vor 300 Jahren Nachfahren durch Austausch von Körperflüssigkeiten gezeugt hat, statt Rekombination von Schaltkreisen" (s. "3 Muscheln auf WC")
- selbtgeschriebener Debut-Groschenroman á la Perry Cotton?

WAS ist denn so ungeheuer wichtig, daß es nicht nach 150 Jahren als totaaaal überholt gilt ("Kwellkode '(cc) by Luempia 2017'... Lumpia? ... wer soll'n dett sein? eyjaltaa wasliesdenn du da fürnscheis alda packt dat weg, pack dat weg!")

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Zuletzt bearbeitet von Anwender am Mo 24.07.17 22:55, insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst: Mo 24.07.17 23:03 
Hallo,
ich überlege auch schon, was es sein könnte:
Bobby Hendersons "Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters" hat nur 231 Seiten, also zu kurz.
Die Bibel hat etwa 1500 Seiten, der Koran (unwahrscheinlich :wink: ) mehr als 600 Seiten , also zu lang.
Das "Manifest der Kommunistischen Partei" hat 144 Seiten, "Die kleine Raupe Nimmersatt" hat nur 32 Seiten, also beide zu kurz.

Es ist schwierig bei Amazon ein Buch mit 255 Seiten zu finden. :lupe:
Ich finde nur "Unterwegs auf russischen Flüssen zwischen Moskau/St. Petersburg und Don, 255 Seiten". Aber das wird es doch nicht sein.

@Frühlingsrolle: Nicht böse sein. Mein blöder Kommentar ist nicht ernst gemeint. :flehan:
Du machst mich einfach sehr, sehr neugierig.

Steffen

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Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser als gewöhnlicher Mord. Albert Einstein
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