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Aliobaba
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BeitragVerfasst: So 11.07.10 10:39 
Hallo,

Ich bin nur Gelegenheitsprogrammierer und progge manchmal kleine Progrämmchen, die auf mich zugeschnitten sind und die ich im 'Alltag' gebrauchen kann. Neulich war ich in der Buchhandlung Hu***dubel in München und stellte mit Verwunderung fest, dass kein einziges Buch über Delphi, Lazarus oder Pascal mehr in den Regalen zu finden war.

Für mich hat Delphi/Lazarus einige Vorteile, die kein anderes Programm (in der Gesamtschau) bietet:

--_Ein_ Code für Windows und Linux
--Ein 'echtes' Compilat, das sicherlich nur sehr schwer Rückschlüsse auf den Quellcode zuläßt (im gegensatz zu Java)
---- und damit sehr schnell und ohne zusätzliche Programme (Virtual Machine) lauffähig
--Eine tolle Benutzeroberfläche für 'rapid Development'
--Eine 'freie Programmversion' (Lazarus)
--Eine hervorragende Usercommunity im Internet, wenn wirklich 'mal Hilfe nötig ist.

Warum nur verschwindet dieses Programm immer mehr in einer Ecke????

Aliobaba


Moderiert von user profile iconNarses: Topic aus Sonstiges (Delphi) verschoben am So 11.07.2010 um 20:01
jaenicke
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BeitragVerfasst: So 11.07.10 10:45 
Hallo und :welcome:

Kurze Antwort (da ich los muss):
Delphi ist ein hervorragendes Projekt, richtet sich aber ausschließlich an professionelle Softwareentwicklung. Denn für Hobbyprogrammierer sind die Preise meistens unerschwinglich.
Und damit meine ich nicht, dass es eine kostenlose Version geben muss, eine günstige reicht schon (und Visual C++ Express ist sogar ganz kostenlos).

Lazarus ist zwar ein gutes Projekt, aber derzeit meilenweit von der Qualität und User Experience von Delphi entfernt. Immerhin funktioniert es aber relativ gut mittlerweile.

Ja, und als Konsequenz wird es auch kaum noch an Schulen oder Unis gelehrt, anders als seinerzeit Pascal. Aber das liegt eben an der Firmenpolitik und trotz immer wieder folgender Lippenbekenntnisse wird da auch nicht viel getan. :nixweiss:

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Chromic
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BeitragVerfasst: So 11.07.10 11:40 
Da ist eigentlich eh schon alles gesagt.
Bei uns an der Schule (Informatik-Zweig) gibt es nirgens Delphi oder Lazarus. Visual Studio hingegen findet man auf jedem Rechner.
Die letzte kostenlose Version von Delphi war Turbodelphi 2006 Explorer. Seither hat sich nichts mehr in der Richtung getan und die SSL für knapp 100€ ist mit den Lizenzbedingungen eigentlich ein Witz.
Lazarus ist ganz schön, aber an Delphi kommt es einfach nicht ran.
Wenn ich jetzt noch einmal anfangen würde zu programmieren würde ich auf C# setzen. Ganz einfach weil es VS-Express gibt (kostenlos) und die Community dahinter sehr groß ist und C# von MS immer auf neuem Stand gehalten wird. Ich programmier seit mehreren Jahren mit Delphi, und trotzdem bin ich mir am überlegen ob ich nicht wirklich zu C# abwandern soll - eben aus den genannten Gründen. Schließlich will man auch als Hobby-Entwickler mit einem modernen Produkt arbeiten (und ne Software die 4 Jahre alt ist kann man jetzt nicht mehr gerade als frisch anpreisen).

mfg Chromic

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Aliobaba Threadstarter
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BeitragVerfasst: So 11.07.10 14:11 
kurze Frage zwischendurch: Aber braucht nicht C# auch sowas wie eine virtuelle Maschine, wodurch der 'kompilierte' Code irgendwie offen gelegt wird. (Stichwort reverse engeneering)?

Und weiter: Ist Sharp-Develop eine den 'modernen Anforderungen' entsprechende Programmieroberfläche?

Aliobaba
Chromic
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BeitragVerfasst: So 11.07.10 14:16 
C# benötigt .NET, ja. Die Chance es zu dekompilieren ist da, aber was ist Delphi-Prism? Auch .NET, also auch decompilierbar.
Neben SharpDevelop gibt es ja auch die Express-Version von Visual Studio (kostenlos).

mfg Chromic

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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 09:13 
Moin!

In welchem Hugen warst du?
Marienplatz oder Stachus?

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Wer Provokationen, Ironie, Sarkasmus oder Zynismus herauslesen kann soll sie ignorieren um den Inhalt meiner Beiträge ungetrübt erfassen zu können.
ProggyPeter
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 09:58 
Auch für proffesionelle Programmierer ist Delphi nicht mehr die Sprache der Wahl.
Delphi ist inzwischen in die Jahre gekommen und setzt teilweise auf veralterten Technologien auf.
(Kann nur Win32, hat ein zum Rest der Welt uncompatibles Modulsystem.)
Mit dem Umstand, daß das Framework bei Net in das Betriebssystem integriert wurde, hat die VCL ihre Bedeutung verloren.
Als Programmiersprache sollte Pascal bei Projekten eine Marktabdeckung so um die 2% haben.
Wenn man von den, bei jedem Nischenprodukt präsenten Sprachfanatikern mit fundamentalistischer Denkweise mal absieht,
sprechen eigentlich nur noch zwei Gründe für die kommerzielle Nutzung von Delphi.
Das sind einmal Altlasten bei langlebigen Softwareprodukten
und mit Pascal gealterte Programmierer, die sich nicht mehr in moderne Technologien einarbeiten können/möchten.


Gruß Peter
Tastaro
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 11:17 
@ProggyPeter: Versuchst du lustig zu sein oder trollst du nur?
Warum andere Programmiersprachen moderner und besser als Delphi sein sollen erschließt sich mir nicht. Ebensowenig warum man Delphi nicht für professionelle Anwendungen verwenden sollte/kann.

An den Haaren herbeigezogene, unrichtige Behauptungen ohne Belege finde ich nicht sehr passend. Aber da du ja so "proffesionell" bist, brauchst du keine bestimmt keine Referenzen.

Beste Grüße

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Martok
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 14:39 
user profile iconTastaro hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Ebensowenig warum man Delphi nicht für professionelle Anwendungen verwenden sollte/kann.

Da liegt er aber gar nicht so falsch.

Mal etwas weiter ausgeholt:
Delphi wurde und wird hauptsächlich für Wirtschafts-orientierte Sachen mit Datenbank dahinter im weitesten Sinne verwendet (und für Trojaner, da hat Delphi gefühlt >80%, aber das ist ein anderes Thema), und das ist an sich schon eine Nische. Aber genau die, für die es mal gemacht wurde: "where do you go to talk to the Oracle? Delphi."

Borland, CodeGear und Embadingsda haben aber geschafft, was ich sonst noch nirgendwo gesehen habe: allein durch verfehlte Firmenpolitik vom Markführer (TP7, D1-4) zu Nichts zu werden, und nichts dagegen zu tun zu wollen (eher noch die Entwicklung zu befeuern).
Mit der Folge, dass Delphi heute nicht mehr Lehrmaterial ist. Welche Schule investiert schon zigtausende Euro, um Rechnerräume mit Delphi auszurüsten? Die raupmordkopierten zählen wir mal nicht.
Gleichzeitig wurden die PEs großflächig eingestampft und so auch nicht-schulische Anfänger vergrault. Delphi war mal die Anfängersprache schlechthin, weil alles so schön direkt ist und die VCL viel Boilerplate versteckt.

Worauf ich hinaus will: der Markt der Business-Logik ist langfristig. Solche Programme laufen Jahre, wenn nicht Jahrzehnte (Kenne eins persönlich, das wird von '93 bis heute laufend entwickelt). Die Firma tut also gut daran, hier eine Sprache zu nehmen, die zukunftssicher ist.
Und das ist Delphi nicht. Mehr.
Delphi-Programmierer wachsen nicht mehr (in den Mengen) nach; das alles verschuldet durch die Firmen, die eigentlich die Sprache pflegen sollten.

Spätestens in 5 Jahren dürfte Delphi komplett aus dem Bildungssystem weg sein, dann hat sich das. Hätte aber den Vorteil, dass man als letzter verbleibender Delphi-Programmierer bestimmt schön bezahlt wird, wenn noch alte Programme rumgeistern :mrgreen:


Oh, und erwähnte ich bereits, dass ich mich jedesmal grün und blau ärgere, wenn ich ein neues Projekt in Delphi anfange, und dann Unmengen Code schreiben muss, der anderswo Sprachfeature ist? Und dass ich wenig Lust auf den Unicode-Fail D2k9+ habe?

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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 15:31 
Hallo,

user profile iconProggyPeter hat doch recht. Als Entscheider in einer Firma würde ich heutzutage nicht mehr auf Delphi setzen. Alleine schon aus dem Grund der Unsicherheit. Wenn man sich die Entwicklung von Delphi in den letzten Jahren anguckt, dann ist es ein Graus. Spätestens seit Kylix strotzt die Delphi-Geschichte von unausgegoren und schlecht umgesetzten Ideen. Dinge wie z. B. die ActionMenüs kann man kaum vernünftig nutzen obwohl sie schon mehrere Delphi Generationen lang hätten reifen können.

Viel schlimmer ist aber die geringe Geschwindigkeit bei der Weiterentwicklung. Unicode-Unterstützung kam um Jahre zu spät. Ein 64-Bit-Compiler hätte spätestens zur Windows 7 Einführung da sein sollen, ich bezweifle aber ernsthaft das Wir ihn dieses Jahr zu sehen bekommen.
Generell weiß man auch nicht wo die Reise hingeht. Durch den Borland->Code Gear->Embacadero wechsel ist das völlig offen und ich persönlich hege die Befürchtung, dass Delphi in den nächsten Jahren zu einer besseren Makro-Sprache für die Emacadero Datenbanklösungen verkommen wird.

Auch wenn ich seit Jahren mit Delphi mein Geld verdiene, ein neues Projekt würde ich damit nicht mehr anfangen. Bestehende Projekte kann man damit sicher noch wunderbar über Jahre betreuen, aber es kommt einfach viel zu wenig, als dass ich Delphi noch als zukunftssicher bezeichnen kann.

critter

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Tastaro
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 16:03 
Aus meiner Sicht waren bisher weder 64Bit Programme noch Unicodeunterstützung zwingend notwendig.
Gerade mal jetzt mit Windows 7 kommt 64Bit einigemaßen voran. Gab es erst kürzlich einen Artikel bei Heise oder Golem zu dem Thema. Unicode ist auch nicht das Killerargument weil wohl die wenigsten Applikationen für den internationalen Markt (und wenn doch, dann meist nicht in Landessprache) entwickelt werden.

An welcher Stelle Delphi altmodisch sein soll kann ich auch nicht erkennen. Schon alleine die IDE: Ich hab manchmal den Eindruck, dass schon die IDE von TURBO Pascal 4.0 besser war als das wass sich heute "Visual Studio" nennt. Mit Delphi kann ich hochproduktiv und flüssig arbeiten. Es läuft stabil und liefert performanten Code.

Das einzige, woran ich bei Delphi herummeckern könnte ist tatsächlich die Firmenpolitik.
Zur Firmenpolitik bei Borland kann man nur sagen, dass sie damals bergab ging als plötzlich die Kasperle von Ashton Tate was zu sagen hatten. Die hatten es vorher immerhin auch schon geschafft dBase runterzuwirtschaften. Und warum man keinen Wert darauf legt dem Nachwuchst die Programmiersprache zu kostengünstigen Konditionen nahezubringen werde ich auch nie verstehen.
Dass Delphi sich aber dadurch für den professionellen Eisatz disqualifiziert kann ich nicht erkennen.


Martok hat folgendes geschrieben:
Oh, und erwähnte ich bereits, dass ich mich jedesmal grün und blau ärgere, wenn ich ein neues Projekt in Delphi anfange, und dann Unmengen Code schreiben muss, der anderswo Sprachfeature ist?


Das Prinzip von Units ist dir aber schon bekannt? :D

Beste Grüße
Timosch
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 16:19 
user profile iconAliobaba hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:

Für mich hat Delphi/Lazarus einige Vorteile, die kein anderes Programm (in der Gesamtschau) bietet:
--_Ein_ Code für Windows und Linux
--Ein 'echtes' Compilat, das sicherlich nur sehr schwer Rückschlüsse auf den Quellcode zuläßt (im gegensatz zu Java)
---- und damit sehr schnell und ohne zusätzliche Programme (Virtual Machine) lauffähig
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Solange man sich an Standards hält, trifft das alles auch auf C zu.

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spawn89
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 16:26 
Tadaa, es war wieder klar, dass sich die Diskussion so entwickelt.
Aber es legt wenigstens die Antwort auf die Thread-Frage dar.

Imho liegt es hauptsächlich einfach nur an der Mundpropaganda.
"Delphi ist nicht zukunftssicher", "Delphi hat eine gruselige Syntax", "Pascal ist veraltet"
Alle die nicht dieser Meinung sind sind unprofessionell.
Alle Macht dem Rudel, es leben die Mitläufer!

Wenn man nach Argumenten fragt wird direkt rumgeblubbert, wobei sich selbst indirekt meist noch wiedersprochen wird...
"Wir wollen neue Features, wollen aber nichts ändern" zB Unicode --> der eine schreit "EPIC FAIL" der andere "Hätte viel fürher kommen müssen" der nächste "Toll, brauch ich nicht, aber ich soll jetzt alles ändern..."

Aber ich bin mal gespannt was passiert wenn nächste Version Multiplatformunterstützung und übernächste Version 64bit kommt. Wenn dann noch eine free-Version kommt dürften die blatiobeblubbetc-Sätze wieder hochgeredet werden und mehrere werden es sich wieder anschauen.

Für diesen Beitrag haben gedankt: matze
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 16:40 
user profile iconTastaro hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Das Prinzip von Units ist dir aber schon bekannt? :D

Ja, man kann mit etwas RTTI und Memory-Hacking foreach(*) simulieren. Ja, es gibt AsyncCall.
Aber allein das Array-Handling ist eine Katastrophe. Zumal, wenn man Javascript kennt ;)
Bau mal folgendes: "Gib mir alle Elemente, deren .Category einen bestimmten Wert hat. Folge dabei rekursiv der Datenstruktur."
Das geht in JS in 2 Zeilen, mit LINQ und Closures in Prism/.NET auch noch recht einfach; In Delphi/Win32 ist das ein Krampf.

(*) Hab keine 2k€ übrig und muss daher auf das AGS warten... :roll:

user profile iconspawn89 hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
"Wir wollen neue Features, wollen aber nichts ändern" zB Unicode --> der eine schreit "EPIC FAIL" der andere "Hätte viel fürher kommen müssen" der nächste "Toll, brauch ich nicht, aber ich soll jetzt alles ändern..."

Warum gibt es {$H-}? Richtig. Der Wechsel von ShortString zu AnsiString war durchdacht und sollte so wenig schmerzvoll wie möglich sein. Der Wechsel von AnsiString zu UnicodeString war das genaue Gegenteil. Man denke an AnsiCompareString, die auf einmal Unicode spricht. Fairerweise muss man aber sagen, Das D2k10 das mittlerweile ordentlicher macht. Die Leute sind also nicht gänzlich inkompetent, sondern nur zum Bananenware-herausgeben verdonnert worden.

user profile iconspawn89 hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Aber ich bin mal gespannt was passiert wenn nächste Version Multiplatformunterstützung und übernächste Version 64bit kommt. Wenn dann noch eine free-Version kommt dürften die blatiobeblubbetc-Sätze wieder hochgeredet werden und mehrere werden es sich wieder anschauen.

Davon ab, dass die einzige Variante, diesen Satz zu verstehen in der Paradoxen Aussage "Es werden Leute meckern aber wieder Delphi nutzen" endet, sei mir hier ein :lol: gestattet.
Delphi-x64 erleben wir vielleicht noch. Auch eine Free-Version wird spätestens dann kommen, wenn Embadingsda Delphi wieder abstößt. Aber Multiplatform wohl eher nicht; das wurde nach Kylix eigentlich recht offiziell beerdigt.
Aber wenn es so kommen sollte, wäre das natürlich begrüßenswert :zustimm:

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Zuletzt bearbeitet von Martok am Mo 12.07.10 16:40, insgesamt 1-mal bearbeitet

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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 16:40 
Hi,
user profile iconTastaro hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Aus meiner Sicht waren bisher weder 64Bit Programme noch Unicodeunterstützung zwingend notwendig.


erst einmal möchte ich mir nicht von meiner Entwicklungsumgebung vorschreiben lassen, was ich für notwendig erachte und was nicht, dass entscheide ich auch in Zukunft gerne selbst. Aber insbesondere bei Unicode liegst du nach meinen Erfahrungen falsch. Von Anwendungen, an denen ich in den letzen Jahren arbeitete, wurden immer wieder und relativ häufig Sprachversionen angefragt, welche wir schlicht aufgrund der Unzulänglichkeiten der Entwicklungsumgebung nicht nachkommen konnten. Obwohl so etwas eigentlich eine recht günstige Erweiterung des Kundenstamms ist (Auftrag ans Übersetzungsbüro prinzipiell ist die Anwendung ja schon mehrsprachig). An diesen Stellen hat Delphi meinen Arbeitgebern konkret einen Verdienstausfall beschert und so etwas sollte nicht passieren.
Bei 64 Bit ist das Ganze sicher noch nicht so dramatisch, auch wenn es sicherlich ein netter Werbeeffekt ist, wenn man heutzutage auch eine 64-Bit Anwendung anbieten kann. Das kann genau der Punkt sein der den Kunden veranlasst mein Produkt und nicht das des Mitbewerbers zu kaufen (gucke mal, die haben schon eine 64 Bit Version, die sind auf Zack, das kaufe ich). Ob ich unter der Haube nur mit 32 Bit Werten rechne, ist dem Kunden erst einmal völlig egal.
Viel wichtiger ist hier aber die Zukunftssicherheit. Nach den letzten Jahren habe ich einfach kein Vertrauen mehr, um eventuell kostspielige Entscheidungen auf das Wort von Code Gear zu setzen. Ich habe lernen müssen, dass es nicht viel heißt, wenn die mir einen baldigen 64Bit Compiler versprechen.


user profile iconTastaro hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
An welcher Stelle Delphi altmodisch sein soll kann ich auch nicht erkennen. Schon alleine die IDE: Ich hab manchmal den Eindruck, dass schon die IDE von TURBO Pascal 4.0 besser war als das wass sich heute "Visual Studio" nennt. Mit Delphi kann ich hochproduktiv und flüssig arbeiten. Es läuft stabil und liefert performanten Code.

Entschuldige, aber wann hast du das letzte Mal mit einem Visual Studio gearbeitet? Das die der Delphi-IDE hinterherlaufen ist ewig her. Ich muss sagen da ist ein Wandel vom Saulus zum Paulus erfolg, während die VS früher eine Zumutung waren, erscheinen mir einige Features die ich bei vereinzelten C#-Projekten nutzen darf schon fast als Offenbahrung. Wenn ich ein Objekt nutze, ohne die entsprechende „unit“ eingebunden zu haben, bietet mir die IDE an den uses Block entsprechend zu erweitern. Warum soll ich mir merken müssen, wo die Klasse definiert ist, wenn die IDE das auch kann? Das Refactoring arbeitet im VS viel sauberer als unter Delphi und das immerhin halb automatisch. Wenn ich eine Klasse umbenenne, wird mir diese unterkringelt und ein Knöpfchen angeboten um die Umbenennung an allen Stellen wo diese verwendet wird auch zu übernehmen.

Sorry, Delphi ist in die Jahre gekommen und leider klappt es mit der Frischzellenkur nicht mehr. Die Entwickler laufen nur noch der Entwicklung hinterher und setzen schon seit Jahren keine eigenen Akzente mehr. Unterdessen setzt Delphi immer mehr Staub an. Mir tut es durchaus weh das mit anzusehen, denn ich arbeitete und arbeite immer sehr gerne damit, aber das ist kein Grund die Augen vor dem seit Jahren systematisch zelebrierten abstieg dieser Entwicklungsumgebung zu verschließen.


critter

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Zuletzt bearbeitet von Critter am Mo 12.07.10 17:00, insgesamt 5-mal bearbeitet
smt
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 16:48 
user profile iconTastaro hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Aus meiner Sicht waren bisher weder 64Bit Programme noch Unicodeunterstützung zwingend notwendig.


In welcher Welt lebst Du denn?

Jeder zweite Webseite arbeitet heutzutage mit UFT-8. Aber wehe Dir, wenn Du dann die Datenbank, die damit verbunden ist, mit einem D2006/2007 angesprechen willst. Das D2009 endlich vernünftige Unicode Unterstützung bekommen hat, war aber mehr als notwendig.

Aber grundsätzlich versucht Embercadero ja die User zu .net zu bekommen - mit Delphi Prism eben. Weil die halt auch gesehen haben, daß die VCL veraltet ist und nicht mehr zeitgemäß. .net bietet so viel, daß könnte die VCL nicht mal ansatzweise abdecken.
Nicht falsch verstehen: Das Konzept VCL ist genial und war damals auch absolut unschlagbar. Aber neue Projekte programmiere ist trotzdem nur noch in Visual Studio 2010 (aktuell noch in Prism - aber in Zukunft wahrscheinlich nur noch in C#).

VG Sascha
Tastaro
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 16:58 
user profile iconsmt hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
user profile iconTastaro hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Aus meiner Sicht waren bisher weder 64Bit Programme noch Unicodeunterstützung zwingend notwendig.


In welcher Welt lebst Du denn?

Jeder zweite Webseite arbeitet heutzutage mit UFT-8.



In meiner Welt des Arbeitens mit Delphi gibt es Webseiten nur um Foren zu lesen.

Beste Grüße
Lossy eX
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 17:07 
user profile iconTastaro hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Aus meiner Sicht waren bisher weder 64Bit Programme noch Unicodeunterstützung zwingend notwendig.

Tschuldige aber dazu kann ich nur ein Zitat anbringen.

"640 KB reichen vollkommen aus"

Wenn es für dich reicht. Schön für dich. Aber es soll auch Leute geben die 641 KB haben wollen.

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Nur die Menschheit ist arrogant genug, um zu glauben sie sei die einzige intelligente Lebensform im All. Wo nicht mal das nachhaltig bewiesen wurde.
Tastaro
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 17:13 
user profile iconLossy eX hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
user profile iconTastaro hat folgendes geschrieben Zum zitierten Posting springen:
Aus meiner Sicht waren bisher weder 64Bit Programme noch Unicodeunterstützung zwingend notwendig.

Tschuldige aber dazu kann ich nur ein Zitat anbringen.

"640 KB reichen vollkommen aus"

Wenn es für dich reicht. Schön für dich. Aber es soll auch Leute geben die 641 KB haben wollen.


Ich schrieb absichtlich "bisher". Guckst du? Damit habe ich nicht ausgeschlossen, dass es in (naher) Zukunft durchaus größeren Bedarf dafür geben wird, falls es nicht sogar zwingend wird. Dein Vergleich ist also unpassend.
Erst Windows 7 wurde zu (ich glaube) 48% als 64Bit Version ausgeliefert. Bei Vista warne es wohl so 20% rum und bei XP < 10%. Abgesehen davon, dass bisher (von mir geschätzte) 97% aller Anwendungen keinerlei Vorteil von 64Bit gehabt hätten. Ich kann da durchaus nachvollziehen, dass die Entwicklung eines 64Bit Compilers nicht die höchste Priorität hat.

Beste Grüße
ZeitGeist87
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BeitragVerfasst: Mo 12.07.10 17:20 
Hmm..all die Probleme mit Delphi - Pro und Contra.

Das Thema ist uralt und wird immer wieder diese Diskussionen aufkommen lassen.

Ich beherrsch Delphi und C/C++ professionell, arbeite seit Jahren damit.

Meine aktuellen Projekte (Warenwirtschaftssystem, Belegungsplansystem für Olympia Reitanlage München) entwickel ich in Delphi 7.

Mehrsprachigkeit: Da macht man sich mal Gedanken drüber, und schreibt sich eine Unit/Objekt, steckt ne SQLite-Datenbank dahinter und fertig ist.
Ich komm mit Delphi super gut klar - bin damit schnell und effizient unterwegs und werde die nächsten Jahr(zehnte) (wahrscheinlich) nicht davon abweichen.

Ob Delphi am Rande steht, kann nur jeder für sich selbst beurteilen - schließlich arbeitet man damit (oder auch nicht).
Deswegen geb ich sehr wenig auf Aussagen a la: Delphi kann dies nicht, das geht da nicht, das ist nicht toll.
Dann sag ich: Mag sein, bis jetzt konnte ich alle Aufgaben zu meiner Zufriedenheit und der der Kunden lösen. Sollten sich zukünftig Probleme ergeben, findet man eine Lösung/Workaround. Man denkt zumindest über Alternativen nach - und das trägt meiner Meinung nach viel besser zum Arbeiten bei, als sich alles vorgefertigt rauszuziehen (z. B.: Multilingual). Schön, wenn´s anderswo da ist - bau ich das Rad eben in Delphi neu, mit kleinen Ecken und Kanten und dann kann das meine Anwendung auch.

Kosten: Zeit - hat man im professionellem Bereich zwar nicht immer - aber da gibt´s Freizeit, die man nutzen kann - wenn man von einer Sache überzeugt ist, dann nimmt man das auch in Kauf.
Was erhält man: Wissen und Stolz ;-)

So..nothing to say...
So far.
Stefan

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