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jaenicke
      
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Verfasst: So 29.01.12 23:58
Hallo,
ich suche eine neue Digitalkamera. Da ich nicht gar so viel fotografiere, habe ich nicht ganz so hohe Ansprüche. Eine DSLR brauche ich eher nicht, die Preise lohnen sich für meine Zwecke glaube ich nicht.
Der Preisrahmen, den ich mir vorgestellt habe, liegt bei 150-200 Euro. Der ist aber durchaus nach oben dehnbar.
Das heißt also schätze ich es läuft auf eine gute Kompaktkamera oder eine Bridgekamera hinaus.
Vorstellungen sind eine gute Bildqualität, möglichst natürlich auch bei nicht so gutem Licht (was in der Preisklasse vermutlich schwierig ist), und ein guter Zoom (>=12fach).
Ich hatte mir jetzt die Olympus SP-800 UZ gekauft, bin aber von der Software wirklich enttäuscht. Theoretisch macht die Kamera auch mit 30fachem Zoom wirklich akzeptable Fotos (solange man sie nicht vergrößert). Leider gelingt aber nur jedes vierte oder noch weniger. Nicht wegen dem Objektiv, sondern weil die Kamera nicht richtig scharfstellt usw.
Ich sehe auf dem Display immer wieder gute Ausleuchtung und Schärfe, aber dann verstellt sich die Kamera wieder und löst genau im Scharfstellen aus, so dass oft nur Farbflecken sichtbar sind. Da es gleichzeitig kaum manuelle Einstellmöglichkeiten gibt, werde ich die leider wieder zurückgeben müssen.
Empfohlen hat mir jemand die Lumix T18, die durchaus interessant aussieht, wenn denn die Bildqualität stimmt.
Aber mir fällt es bei dem großen Markt mit wohl reichlich schlechten Geräten ein wenig schwer Geräte zu finden, die sich auch wirklich lohnen. Könnt ihr mir dabei vielleicht helfen? Es soll ja hier den einen oder anderen (ja, dich meine ich  ) geben, der sich auf dem Gebiet gut auskennt.
Danke euch,
schönen Gruß,
Sebastian
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FinnO
      
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Verfasst: Mo 30.01.12 14:01
Moin,
vorab, mit Bridge/Kompaktkameras kenne ich mich nicht uneingeschränkt aus - gut orientieren kann man sich aber zum Beispiel an Ken Rockwell's Empfehlungen (Kompaktkameras ungefähr ab dem ersten Drittel).
Was Rockwell allerdings überhaupt nicht erwähnt, wären die momentan relativ angesagten "Systemkameras", also Kameras mit Wechselobjektiv, allerdings ohne Spiegel, mit Elektronischem Sucher etc. Hier muss man unterscheiden zwischen Kameras mit dem üblichen APS-C Sensorformat, was der Sensorgröße der meisten DSLRs entspricht und dem sog. micro-four-thirds Format, welches einen deutlich kleineren Bildsensor hat.
Als bekannte Vertreter seien für APS-C die Sony NEX Reihe genannt (Die deckt eigentlich jede Preisklasse ab 300€ ab), oder auch die Olympus Pen e- Reihe, die einen Sensor in micro-four-thirds größe hat.
Der Vorteile dieser Systeme ist hauptsächlich, dass man bei Bedarf mal ein neues Objektiv erwerben kann, die Bildqualität im Verhältnis zu Pocketkameras aufgrund der Sensorgröße und den besseren (und vor allem austauschbaren) Linsen deutlich besser ist.
Natürlich sind diese dann auch wieder relativ teuer, unter 300€ geht da soweit ich das überblicken kann nichts. Zur Sony NEX sei noch gesagt, dass man sie theoretisch auch mit Sony-Alpha Objektiven (Aus der DSLR Reihe von Sony) benutzen kann (mit Adapter), sodass man, sollte man jemals auf eine DSLR umsteigen wollen, nichtmal neue Objektive kaufen müsste.
Wovon man sich dann auch verabschieden muss ist ein Zoomfaktor > 10 in einer Linse, das ist bei dieser Sensorgröße schwierig zu bewerkstelligen. Möglich wäre z.B. für die Olympus Kamera ein Objektiv mit 14-150mm, das geht aber natürlich enorm ins Geld (450€).
Ich hoffe, dass ich wenigstens ein wenig helfen konnte.
LG
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Tranx
      
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Verfasst: Mo 30.01.12 14:19
Ich glaube auch, dass die großen Zoomfaktoren oft mit Qualitätseinbußen eingekauft werden. Außerdem darf es hier nicht ein digitaler Zoom sein, denn der bringt gar nichts. Ich habe bei meiner Spiegelreflexkamera festgestellt, dass zwei Objektive mit etwa 3,5-fach Zoom besser sind, als ein Objektiv mit 12-fach-Zoom (was die Qualität der Bilder anbelangt). Und hier handelt es sich jeweils um Objektive mit mehreren Linsensystemen. Bei den kleinen Kameras ist alles kleiner und dann ist auch die Auflösung nicht so gut. Die Optik kann man nun mal nicht austricksen, so gut man die Objektive auch macht.
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jaenicke 
      
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Verfasst: Sa 18.02.12 09:55
Danke für die Antworten. In der Zwischenzeit habe ich die Olympus SP-800 UZ wieder zurückgeschickt. Da ist ja die Bildqualität meiner mehrere Jahre alten Kompaktkamera noch besser.
Ich habe dann lange überlegt und Testberichte angeschaut. Die genannte Sony NEX oder die Olympus Pen e sind mir aber schlicht zu teuer. Dass da sicher auch die Bildqualität entsprechend höher ist, ist zwar klar, aber derzeit lohnt sich das für mich glaube ich nicht. Dass es so große Sensoren schon für den Preis gibt, ist aber dennoch interessant.
Ich habe mir nun die Fujifilm Finepix HS20EXR gekauft. Zur SP-800 ein Unterschied wie Tag und Nacht. Deutlich weniger Rauschen und deutlich mehr Details. Immer noch nicht super, aber akzeptabel. Ich glaube in der Preisklasse ist das schon eine der besten, auch durch den zumindest etwas größeren Sensor als bei den meisten anderen.
Jetzt muss ich ein wenig mit den ganzen Einstellungen experimentieren. Ich habe schon gemerkt, dass bei den ersten Bildern (zu denen auch die unten zählen) die Automatik zu stark auf Korrektur gestellt war. Für mich reicht die Qualität erst einmal. Vielleicht kaufe ich später irgendwann eine DSLR, wenn ich ein wenig besser mit den manuellen Einstellmöglichkeiten klar komme und noch mehr will.
Tranx hat folgendes geschrieben : | | Ich glaube auch, dass die großen Zoomfaktoren oft mit Qualitätseinbußen eingekauft werden. Außerdem darf es hier nicht ein digitaler Zoom sein, denn der bringt gar nichts. |
Das ist klar, ja. Ich bin von den Ergebnissen bei vollem optischem Zoom aber dennoch überrascht gewesen. Siehe Anhang (da wollte ich den Autofokus ein bisschen testen) und hier:
www.sj-berlin.de/dow...df/hs20/ZoomTest.jpg
www.sj-berlin.de/dow...f/hs20/ZoomTest2.jpg
Für den Zoom sind die Ergebnisse für mich bei dem Preis völlig in Ordnung.
Das Zoomvideo kann ich hier nicht veröffentlichen, da man trotz der Entfernung noch Gesichter erkennen kann, das schicke ich dir mal per PN. 
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Tranx
      
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Verfasst: Sa 18.02.12 14:14
Also, die Bilder sind Klasse. Der Zoom mit seiner Qualität top. Was erwartest Du mehr?
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jaenicke 
      
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Verfasst: Sa 18.02.12 14:58
Das Objektiv ist sehr gut, ja. Keine Verzerrungen usw. wie ich bei anderen Kameras beim Zoom gesehen habe. Der Sensor ist etwas schwächer, so dass die Detailstärke schwächer ausfällt als 16 Megapixel vermuten lassen. Tranx hat folgendes geschrieben : | | Was erwartest Du mehr? |
Bei dem Preis erwarte ich nicht mehr, nein. Und mir gefällt das auch sehr gut so. Bei einer teureren Kamera würde ich mehr Details erwarten.
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Tranx
      
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Verfasst: Sa 18.02.12 18:05
Gerade das zweite Bild aber zeigt eine Sache, welche selbst die beste Kamera nicht beheben kann. Das sind die atmosphärischen Einflüsse. Die Wolkenkratzer im Hintergrund bekommst Du unmöglich schärfer, da die Atmosphäre mit ihren Turbulenzen und Verunreinigungen nicht mitspielt. Bedenke, dass der Lichtstrahl vom Objekt bis zur Kamera mehrere Kilometer zurückgelegt hat. Da ist die eine oder andere Streuung unweigerlich. Das bewirkt die Unschärfe.
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delfiphan
      
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Verfasst: Sa 18.02.12 18:34
jaenicke hat folgendes geschrieben : | | Das Objektiv ist sehr gut, ja. Keine Verzerrungen usw. wie ich bei anderen Kameras beim Zoom gesehen habe. Der Sensor ist etwas schwächer, so dass die Detailstärke schwächer ausfällt als 16 Megapixel vermuten lassen. |
16 Megapixel ist natürlich reines Marketting. Die Kamera hat 16 Millionen Subpixel, d.h. 5.3M rote, 5.3M grüne und 5.3M blaue, schlussendlich kommt aber trotzdem ein jpeg mit 16M roten, 16M grünen und 16M blauen hinten raus. Da wurde die vorhandene Information kurzerhand verdreifacht. Daher sieht das Bild auch nicht wesentlich undetaillierter aus, wenn man es auf 50% runterskaliert. Das ganze Bild ist zudem stark digital nachgebessert (von der Kamera), daher gehen die ganzen Details (z.B. in den Bäumen) verloren.
Wer hat das schon wieder gesagt: Bei den Kameras ist es wie bei den Teleskopen. Sobald man durchsieht weiss man, dass man ein besseres braucht 
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Martok
      
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Verfasst: Sa 18.02.12 18:40
Wenn ich mir das hier so angucke, scheint die bei >ISO200 noch stärker zu rauschen als meine F30...
Was mich interessieren würde: 750g scheint mir arg schwer (relativ gesehen), wie gut ist die balanciert?
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Delphi-Laie
      
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Verfasst: Sa 18.02.12 18:42
Tranx hat folgendes geschrieben : | | Gerade das zweite Bild aber zeigt eine Sache, welche selbst die beste Kamera nicht beheben kann. Das sind die atmosphärischen Einflüsse. Die Wolkenkratzer im Hintergrund bekommst Du unmöglich schärfer, da die Atmosphäre mit ihren Turbulenzen und Verunreinigungen nicht mitspielt. Bedenke, dass der Lichtstrahl vom Objekt bis zur Kamera mehrere Kilometer zurückgelegt hat. Da ist die eine oder andere Streuung unweigerlich. Das bewirkt die Unschärfe. |
Szintillation?
Diese ist an den Sternen jede Nacht, sofern Wolken nicht stören, zu sehen. Doch sie wird vom Zeitfaktor verstärkt. Bei Aufnahmen in Sekundebruchteilen mag auch bei stärkeren Auflösungen zwar eine Kante nicht mehr ganz gerade, aber andererseits auch noch nicht verschwommen sein.
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jfheins
      
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Verfasst: Sa 18.02.12 20:59
Delphi-Laie hat folgendes geschrieben : | Szintillation?
Diese ist an den Sternen jede Nacht, sofern Wolken nicht stören, zu sehen. Doch sie wird vom Zeitfaktor verstärkt. Bei Aufnahmen in Sekundebruchteilen mag auch bei stärkeren Auflösungen zwar eine Kante nicht mehr ganz gerade, aber andererseits auch noch nicht verschwommen sein. |
Nein, tatsächlich Streuung. ( de.wikipedia.org/wiki/Rayleigh-Streuung & de.wikipedia.org/wiki/Mie-Streuung ) Die ist unvermeidlich wenn man durch Luft fotogrfiert, da Luft eben kein perfekt transparentes Medium ist. Dazu kommen noch unzählige Staubpartikel und Wassertröpfchen.
Die Wolkenkratzer sind also tatsächlich nicht besser drauf zu bekommen. (Vielleicht an einem anderen tag von einem anderen Standpunkt.... aber naja) Was mich persönlich stören würde ist die heftige Nachbearbeitung. Solange man die Fotos auf Bildschirmgröße betrachtet fällt das noch nicht so auf, aber bei 100�ind starke Spuren der Rauschuntersrückung zu sehen. Die Details werden glattgebügelt.
Das sieht man z.B. bei ZoomTest.jpg an den Pflanzen im Vordergrund, und ganz schlimm an den Zweigen der Bäume. Bei dem zweiten auch an den Bahnschienen.
Aber okay, vll. ist mein Auge in dieser Hinsicht auch verdorben. Als ich ein Foto meiner Kompaktkamera auf 100
ngeguckt habe, habe ich mir eine DSLR besorgt ^^
Wobei natürlich auch richtig ist: Irgendwann macht es nur noch wenig Sinn die Fotos bei 100% anzugucken. Eben bei vielen megapixeln "zoomt" man dann sehr stark in das Bild hinein und erkennt jeden minimalen Fehler, auch die irrelevanten.
delfiphan hat folgendes geschrieben : | | 16 Megapixel ist natürlich reines Marketting. Die Kamera hat 16 Millionen Subpixel, d.h. 5.3M rote, 5.3M grüne und 5.3M blaue, schlussendlich kommt aber trotzdem ein jpeg mit 16M roten, 16M grünen und 16M blauen hinten raus. Da wurde die vorhandene Information kurzerhand verdreifacht. Daher sieht das Bild auch nicht wesentlich undetaillierter aus, wenn man es auf 50% runterskaliert. |
Einspruch. Vermutlich hat sie 8M grüne, 4M rote und 4M blaue. (Bayer Sensor)
delfiphan hat folgendes geschrieben : | Das ganze Bild ist zudem stark digital nachgebessert (von der Kamera), daher gehen die ganzen Details (z.B. in den Bäumen) verloren. Wer hat das schon wieder gesagt: Bei den Kameras ist es wie bei den Teleskopen. Sobald man durchsieht weiss man, dass man ein besseres braucht  |
Da haste aber vollkommen Recht 
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delfiphan
      
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Verfasst: Sa 18.02.12 21:39
Entschuldige, du hast natürlich Recht mit den Anzahl RGB Pixeln 
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jaenicke 
      
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Verfasst: So 19.02.12 00:52
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delfiphan
      
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Verfasst: So 19.02.12 11:44
jaenicke hat folgendes geschrieben : | | Stimmt, das war mir auch aufgefallen, ein wenig besser wurde das nachdem ich die Schärfe und Rauschunterdrückung anders eingestellt hatte. Leider nicht viel. |
Wenn du wichtige Bilder aufnehmen musst, also solche, die du später nicht nur einmal anschaust, kann ich nur empfehlen, im RAW Modus aufzunehmen und auf dem PC mit Adobe Lightroom zu "entwickeln".
In diesem Fall kannst du die Rauschunterdrückung, Schärfe, Linsenfehler, Weissausgleich, Kontrast usw. auf dem PC korrigieren. Die RAW Dateien sind zwar um Faktoren grösser, aber du hast die Rohdaten - diese haben normalerweise >8bit pro Kanal und decken einen grösseren Dynamikbereich ab - erst nach den Korrekturen werden die Pixelhelligkeiten geclippt und gerundet.
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